Gastaufnahmebedingungen

Die folgenden Gastaufnahmebedingungen gelten bei direkter Buchung über den Eigentümer oder über Vermittler, die keine gesonderten Gastaufnahmebedingungen für eine Buchung unseres Ferienhauses vorgeben.

Bei Buchungen über entsprechende Buchungsportale sind unter Umständen die Gastaufnahmebedingungen/AGB’s des genutzten Buchungsportales bzw. der Usedomer Tourismusgesellschaft mbH (UTG) maßgeblich (insbesondere Stornokosten).

Gastaufnahmebedingungen für das Ferienhaus Thurbruchblick
(angelehnt an die Empfehlungen des DTV)

§ 1
Abschluss des Gastaufnahmevertrages
1. Der Gastaufnahmevertrag ist verbindlich abgeschlossen, wenn die Unterkunft bestellt und
zugesagt oder kurzfristig bereitgestellt wird.
2. Die Buchung kann mündlich, schriftlich, telefonisch oder E-Mail erfolgen. Im Interesse
der Vertragsparteien sollte die Schriftform gewählt werden.
3. Die Buchung erfolgt durch den buchenden Gast auch für alle in der Buchung mit aufgeführten
Personen, für deren Vertragsverpflichtungen der buchende Gast wie für seine eigenen
Verpflichtungen einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch
ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

§ 2
Leistungen, Preise und Bezahlung
1. Die vom Beherbergungsbetrieb geschuldeten Leistungen ergeben sich ausschließlich aus dem
Buchungsangebot in Verbindung mit den Angaben im Internet.
2. Die im Internet angegebenen Preise sind Endpreise und schließen alle Nebenkosten ein, soweit
nichts anderes vereinbart ist. Im Preis nicht enthalten sind die Kurtaxe sowie unsere zubuchbaren
Zusatzleistungen wie z.B. Fahrradvermietung, Saunanutzung, Wäschewechsel usw. Diese müssen
vor Ort bar bezahlt werden.

§ 3
Zahlungsmodalitäten
1. Mit der verbindlichen Buchung ist eine Anzahlung in Höhe von 25% des Gesamtaufenthaltspreises
zu zahlen.
2. Der vereinbarte Restbetrag, einschließlich aller Nebenkosten, ist vier Wochen vor der Anreise
fällig, soweit nicht etwas anderes vertraglich vereinbart ist.
3. Werden Anzahlung (und Restzahlung) nicht fristgemäß geleistet, ist der Beherbergungsbetrieb
nach erfolgloser Mahnung berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und den Gast mit
Stornierungskosten gemäß § 5 Nr. 3 zu belasten.

§ 4
Mietdauer
1. Am Anreisetag stellt der Vermieter das Mietobjekt dem Mieter ab 14:00 Uhr in vertragsgemäßem
Zustand zur Verfügung. Sollte die Anreise nach 21:00 Uhr erfolgen, so muss der Mieter dies dem
Vermieter mitteilen. Unterbleibt diese Mitteilung, ist der Vermieter berechtigt, die Unterkunft bei
einer einzelnen Übernachtung 1 Stunde nach dem vereinbarten Bereitstellungstermin, bei mehr
als einer Übernachtung am Folgetag nach 12 Uhr anderweitig zu belegen.
2. Am Abreisetag wird der Mieter das Mietobjekt dem Vermieter bis spätestens 10.00 Uhr geräumt in
besenreinem Zustand übergeben.

§ 5
Rücktritt
1. Der Abschluss des Gastaufnahmevertrages verpflichtet beide Vertragspartner zur Erfüllung des
Vertrages, gleichgültig, für welche Dauer der Vertrag abgeschlossen ist. Ein einseitiger,
kostenfreier Rücktritt seitens des Gastes von einer verbindlichen Buchung ist grundsätzlich
ausgeschlossen.
2. Tritt der Gast dennoch vom Vertrag zurück, ist er verpflichtet, unabhängig vom Zeitpunkt und vom
Grund des Rücktritts, den vereinbarten oder betriebsüblichen Preis zu zahlen. Der Inhaber des
Beherbergungsbetriebes muss sich jedoch ersparte Aufwendungen, um die er sich nach Treu und
Glauben zu bemühen hat, auf den Erfüllungsanspruch anrechnen lassen.
3. Der Inhaber des Beherbergungsbetriebes hat diesen Entschädigungsanspruch in der
nachfolgenden Höhe gestaffelt (jeweils in % des vereinbarten Unterkunftspreises):

Stornokosten:
Rücktritt bis zum 60. Tag vor Beginn der Mietzeit: 40 % des Gesamtreisepreises
(mindestens jedoch 50 Euro)
Rücktritt bis zum 35. Tag vor Beginn der Mietzeit: 60 % des Gesamtreisepreises
danach und bei Nichterscheinen: 90 % des Gesamtreisepreises

4. Der Inhaber des Beherbergungsbetriebes hat nach Treu und Glauben eine nicht in Anspruch
genommene Unterkunft anderweitig zu vermieten und muss sich das dadurch Ersparte auf die von
ihm geltend gemachte Stornogebühr anrechnen lassen. Den Parteien des Beherbungsvertrages
bleibt vorbehalten, im Einzelfall höhere oder geringere Einsparungen nachzuweisen.
5. Dem Gast bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Beherbergungsbetrieb kein oder ein
wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
6. Die Rücktrittserklärung ist an den Beherbergungsbetrieb zu richten und sollte im Interesse des
Gastes schriftlich erfolgen.
7. Der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung wird dringend empfohlen.

§ 6
Kündigungsrecht
1. Ein Recht zur ordentlichen Kündigung besteht nicht.
2. Beide Vertragsparteien können das Vertragsverhältnis nach § 543 BGB bzw. unter den
Voraussetzungen des § 569 BGB fristlos und außerordentlich aus wichtigem Grund kündigen.
3. Ein wichtiger Grund liegt für den Beherbergungsbetrieb insbesondere vor, wenn der Gast die
Unterkunft vertragswidrig gebraucht (erhebliche Vertragsverletzung) oder die Hausordnung
missachtet (die Hausordnung liegt im Mietobjekt zur Einsichtnahme aus). Im Falle einer erheblichen
Vertragsverletzung muss der Beherbergungsbetrieb dem Gast eine kurze Frist zur Abhilfe setzten
oder abmahnen, es sei denn, diese ist nicht erfolgsversprechend oder es liegen ausnahmsweise
Gründe vor, die einen Verzicht rechtfertigen. In diesem Falle kann der Beherbergungsbetrieb von
dem Gast Ersatz der bis zur Kündigung entstandenen Aufwendungen und des entgangenen Gewinns
verlangen (vgl. § 5 Abs. 2 bzw. 3).
4. Der Beherbergungsbetrieb hat ferner ein Rücktrittsrecht bzw. ein Recht zur außerordentlichen
Kündigung, wenn der Gast trotz vorheriger Mahnung die vereinbarten Zahlungen (Anzahlung,
Restzahlung und Kaution) nicht fristgemäß leistet. In diesem Falle kann der Beherbergungsbetrieb
von dem Gast Ersatz der bis zur Kündigung entstandenen Aufwendungen und des entgangenen
Gewinns verlangen (vgl. § 5 Abs. 2 bzw. 3).
5. Ein wichtiger Grund liegt für den Gast insbesondere vor, wenn der Beherbergungsbetrieb dem Gast
nicht den vertragsmäßigen Gebrauch der Ferienwohnung / des Ferienhauses gewährt.
6. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Regelungen zum Recht der außerordentlichen, fristlosen
Kündigung.

§ 7
Mängel der Beherbergungsleistung
1. Der Beherbergungsbetrieb haftet für die ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten
Leistung.
2. Weist die gemietete Unterkunft einen Mangel auf, der über eine bloße Unannehmlichkeit
hinausgeht, hat der Gast dem Inhaber des Beherbergungsbetriebes oder dessen Beauftragten den
Mangel unverzüglich anzuzeigen, um dem Beherbergungsbetrieb eine Beseitigung der Mängel zu
ermöglichen. Unterlässt der Gast diese Mitteilung, stehen ihm keine Ansprüche wegen
Nichterfüllung der vertragsgemäßen Leistungen zu.

§ 8
Haftung
1. Die vertragliche Haftung des Beherbergungsbetriebes für Schäden, die nicht Körperschäden sind,
ist auf den dreifachen Preis der vereinbarten Leistung beschränkt, soweit der Schaden nicht auf
eine grob fahrlässige oder vorsätzliche Pflichtverletzung oder auf einer vorsätzlichen oder
fahrlässigen Verletzung von vertragstypischen Pflichten des Beherbergungsbetriebes beruht. Dem
steht gleich, wenn der Schaden des Gastes auf ein Verschulden eines gesetzlichen Vertreters oder
Erfüllungsgehilfen des Beherbergungsbetriebes beruht.
2. Für vom Gast eingebrachte Sachen haftet der Beherbergungsbetrieb nach den gesetzlichen
Bestimmungen (§§ 701 ff BGB).
3. Der Beherbergungsbetrieb haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen,
die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Sportveranstaltungen, Theater- und
Konzertbesuche, Ausstellungen usw.) und die ausdrücklich als Fremdleistungen gekennzeichnet
sind.
4. Soweit dem Kunden eine Abstellmöglichkeit, z.B. für ein Fahrrad, Strandutensilien o.ä., sei es
drinnen oder draußen, zur Verfügbarkeit gestellt wird, kommt dadurch kein Verwahrungsvertrag
zustande. Es besteht keine Überwachungspflicht.

§ 9
Pflichten des Gastes
1. Der Gast verpflichtet sich, die Unterkunft mitsamt Inventar mit aller Sorgfalt zu behandeln. Für die
schuldhafte Beschädigung von Einrichtungsgegenständen, Unterkunftsräumen oder des Gebäudes
sowie der zu der Unterkunft oder dem Gebäude gehörenden Anlagen ist der Gast ersatzpflichtig,
wenn und insoweit sie von ihm oder seinen Begleitpersonen oder Besuchern schuldhaft
verursacht worden ist.
2. In der Unterkunft entstehende Schäden hat der Gast, soweit er nicht selbst zur Beseitigung
verpflichtet ist, unverzüglich dem Beherbergungsbetrieb oder der von diesem benannten
Kontaktstelle (Hausverwaltung) anzuzeigen. Für die durch nicht rechtzeitige Anzeige verursachten
Folgeschäden ist der Gast ersatzpflichtig.
3. In Spülsteine, Ausgussbecken und Toilette dürfen Abfälle, Asche, schädliche Flüssigkeiten, Kosmetikund
Hygieneartikel und ähnliches NICHT hineingeworfen oder -gegossen werden. Treten wegen
Nichtbeachtung dieser Bestimmungen Verstopfungen in den Abwasserrohren bzw. Defekte an den
Pumpen der biologischen Kleinkläranlage auf, so trägt der Verursacher die Kosten der
Instandsetzung.
4. Bei eventuell auftretenden Störungen an Anlagen und Einrichtungen der Unterkunft ist der Gast
verpflichtet, selbst alles Zumutbare zu tun, um zu einer Behebung der Störung beizutragen oder evtl.
entstehenden Schaden gering zu halten.
5. Der Gast verpflichtet sich, die maximale Belegung einzuhalten. Überschreitet der Gast die im
Beherbergungsvertrag vereinbarte maximale Belegungszahl, ist der Beherbergungsbetrieb zur
außerordentlichen fristlosen Kündigung berechtigt. Der Gast hat dem Beherbergungsbetrieb in
diesem Fall den vereinbarten oder betriebsüblichen Preis einschließlich des Verpflegungsanteils zu
zahlen (vgl. § 5 Abs. 2). Der Inhaber des Beherbergungsbetriebes muss sich jedoch ersparte
Aufwendungen auf den Erfüllungsanspruch anrechnen lassen.

§ 10
Rauchen
Unser Ferienhaus ist ausschließlich ein Nichtraucherhaus. Das Rauchen ist nur im Aussenbereich
gestattet. Bei Zuwiderhandlung ist der Gastgeber berechtigt den Gastaufnahmevertrag mit sofortiger
Wirkung zu kündigen. Zusätzlich entstehende Reinigungskosten werden dem Gast in Rechnung
gestellen. Dies gilt auch bei Bekanntwerden nach Abreise.

§11 Kaminnutzung
Eine Kaminnutzung ist mit dem Berherbergungsbetrieb ausdrücklich vorher abzusprechen. Bei
schwierigen Windverhältnissen (starker Ost-, Nord-Ost-Wind) ist von der Kaminnutzung unbedingt
abzusehen. Für Schäden an und in der Wohnung, die durch unsachgemäße Kaminnutzung entstehen,
insbesondere wenn die Nutzung NICHT mit dem Beherbergungsbetrieb abgesprochen wurde, haftet
der Gast!

§ 12
Tierhaltung
Tiere, insbesondere Hunde, Katzen und dergleichen dürfen nur bei ausdrücklicher Erlaubnis des
Beherbergungsbetriebs in der Unterkunft gehalten oder zeitweilig verwahrt werden. Die Erlaubnis gilt
nur für den Einzelfall. Sie kann widerrufen werden, wenn Unzuträglichkeiten eintreten. Der Gast haftet
für alle durch die Tierhaltung entstehenden Schäden im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Die
Unterbringung von Haustieren ist kostenpflichtig. Die Kosten richten sich nach der Dauer des
Mietverhältnisses.

§ 13
Verjährung
Hinsichtlich der Verjährung von wechselseitigen Ansprüchen des Gastes und des
Beherbergungsbetriebes gelten die einschlägigen Normen des BGB.

§ 14
Rechtswahl und Gerichtsstand
1. Es findet deutsches Recht Anwendung.
2. Gerichtsstand für Klagen des Gastes gegen den Beherbergungsbetrieb ist ausschließlich der Sitz
des Beherbergungsbetriebes.
3. Für Klagen des Beherbergungsbetriebes gegen Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen
oder privaten Rechts oder Personen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland haben
oder die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins
Ausland verlegt haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der
Klageerhebung nicht bekannt ist, wird der Sitz des Beherbergungsbetriebes als ausschließlicher
Gerichtsstand vereinbart.

Katschow, im September 2016